Roggenmehl statt Shampoo

HELFENDE ENGEL


Der helfende Engel – Roggenmehl statt Shampoo

Von Michaya Angel · 31. August 2020 · ca. 10 Min. Lesezeit


Natürlich reinigen.
Die Kopfhaut entlasten.
Pflege einfach halten.


Darum geht es in diesem Text

  • Roggenmehl
  • natürliche Haarwäsche
  • empfindliche Kopfhaut
  • Shampoo-Alternative
  • saure Rinse
  • Haarpflege
  • weniger Zusatzstoffe
  • nachhaltige Pflege

Heute möchte ich dir eine natürliche Alternative zu klassischem Shampoo vorstellen, die ich selbst schon länger verwende:

Roggenvollkornmehl.

Ich war anfangs ehrlich gesagt selbst überrascht, wie gut sich Haare damit waschen lassen.
Für mich hat diese Methode gleich mehrere Vorteile:

Sie ist unkompliziert.
Sie ist günstig.
Sie kommt mit sehr wenigen Zutaten aus.

Und eine Packung Roggenmehl reicht erstaunlich lange.

Gerade wenn deine Kopfhaut empfindlich auf stark parfümierte oder sehr reichhaltige Shampoos reagiert, kann eine schlichte Haarwäsche mit Roggenmehl einen Versuch wert sein. Meine Haare fühlen sich danach sauber, griffig und gepflegt an, ohne dass ich dafür viele verschiedene Produkte brauche.


Warum ausgerechnet Roggenvollkornmehl?

Roggenmehl enthält verschiedene Bestandteile wie:

  • Proteine,
  • Mineralstoffe,
  • Spurenelemente und Vitamin E.

Beim Vermischen mit Wasser entsteht eine weiche Paste, die sich auf der Kopfhaut verteilen und anschließend wieder ausspülen lässt.
Besonders wichtig ist dabei die Mehlsorte.

Ich verwende Roggenvollkornmehl.

Andere Mehlsorten würde ich nicht einfach austauschen. Mehle mit einem höheren Anteil an kleberbildenden Proteinen können
beim Kontakt mit Wasser deutlich klebriger werden und sich dadurch schlechter aus den Haaren entfernen lassen.

Genau deshalb würde ich für diese Methode bei Roggen bleiben.

Warum ich Roggenvollkornmehl gerne verwende



wenige Zutaten
günstig und ergiebig
ohne Duftstoffe oder klassische Tenside
angenehm bei meiner empfindlichen Kopfhaut
leicht in den Alltag zu integrieren



Für mich ist es vor allem die Einfachheit, die diese Haarwäsche so angenehm macht.


Welches Roggenmehl eignet sich?

Ich habe im Laufe der Zeit verschiedene Sorten ausprobiert und dabei durchaus Unterschiede bemerkt.

Manche Mehle waren gröber gemahlen.
Andere ließen sich schwieriger zu einer gleichmäßigen Mischung verrühren.

Mit Roggenvollkornmehl von Alnatura und DM habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht.
Das bedeutet natürlich nicht, dass ausschließlich diese Marken funktionieren.
Entscheidend ist vor allem, dass sich das Mehl gut mit Wasser vermischen
und anschließend wieder aus den Haaren ausspülen lässt.

Wie viel Roggenmehl brauche ich?

Da ich hauptsächlich meine Kopfhaut wasche, reichen mir ungefähr:

2 Esslöffel Roggenvollkornmehl.

Bei sehr langen oder dichten Haaren oder wenn du die Mischung auch für den Körper verwenden möchtest, brauchst du etwas mehr.
Die Haarlängen müssen übrigens nicht zwangsläufig komplett mit der Mischung eingerieben werden.

Beim Ausspülen läuft genügend davon durch die Längen.
Gerade bei langen Haaren finde ich das deutlich unkomplizierter.


Wie fühlt sich die Kopfhaut danach an?

Was ich an der Roggenmehlwäsche besonders mag:

Meine Kopfhaut fühlt sich danach sauber an, ohne dieses extrem entfettete Gefühl,
das manche stark reinigenden Shampoos hinterlassen können.

Natürlich reagiert jede Kopfhaut anders.

Wenn du zu sehr empfindlicher, entzündeter oder stark juckender Kopfhaut neigst,
würde ich neue Methoden deshalb zunächst vorsichtig ausprobieren.

Für mich funktioniert die Roggenmehlwäsche gerade deshalb gut, weil sie so schlicht ist.


Kann man Roggenmehl auch für den Körper verwenden?

Ich habe Roggenmehl auch schon als einfache Alternative zur Körperreinigung verwendet.
Es entsteht dabei natürlich keine starke Schaumbildung wie bei einem klassischen Duschgel.

Daran muss man sich vielleicht erst einmal gewöhnen.
Denn wir verbinden Sauberkeit oft automatisch mit Schaum.

Dabei gilt:

Sauberkeit braucht nicht automatisch Schaum.

Nach dem Abspülen bleibt bei mir kein auffälliger Mehlgeruch auf der Haut zurück.


Weniger Schaum heißt nicht weniger sauber



Viele klassische Pflegeprodukte schäumen, weil wir genau dieses Gefühl mit Reinigung verbinden.

Aber Schaum allein sagt nichts darüber aus, wie sauber Haut oder Haare anschließend sind.



Manchmal braucht Pflege weniger Show – und mehr Schlichtheit.


Roggenmehl-Shampoo – so mache ich es

Zutaten

2 EL Roggenvollkornmehl
lauwarmes Wasser

Zubereitung

  • Gib das Roggenvollkornmehl in eine kleine Schüssel.
  • Füge nach und nach etwas lauwarmes Wasser hinzu.
  • Rühre so lange, bis eine cremige, gut verteilbare Masse entsteht.
  • Sie sollte weder zu flüssig noch zu fest sein.

Ich lasse die Mischung gern kurz stehen, damit sich das Mehl vollständig mit dem Wasser verbinden kann.

Anwendung

  • Befeuchte deine Haare und besonders die Kopfhaut gründlich.
  • Verteile die Roggenmehlmischung anschließend auf der Kopfhaut.
  • Massiere sie sanft ein.

Ich konzentriere mich dabei hauptsächlich auf den Ansatz. Die Haarlängen müssen nicht stark bearbeitet werden.
Lass die Mischung kurz einwirken und spüle sie anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser aus.
Achte darauf, wirklich alle Mehlreste zu entfernen.

Warum ich danach eine saure Rinse verwende

Nach der Roggenmehlwäsche verwende ich gern eine saure Rinse.
Dabei handelt es sich um eine einfache Mischung aus Wasser und einer kleinen Menge Säure – meistens Apfelessig oder Zitronensaft.

Ich empfinde sie besonders bei kalkhaltigem Wasser als angenehm.
Die Haare fühlen sich danach häufig glatter an und lassen sich leichter kämmen.

Eine saure Rinse kann damit ein wenig wie eine sehr schlichte Spülung wirken – nur mit wenigen Zutaten und ohne zusätzliche Duft- oder Pflegestoffe.


Saure Rinse – mein einfaches Rezept

Zutaten

1 Liter kühles oder lauwarmes Wasser
1–2 EL Apfelessig

Alternativ kannst du eine kleine Menge Zitronensaft verwenden.

Anwendung

  • Mische Wasser und Apfelessig miteinander.
  • Gieße die Rinse nach der Haarwäsche langsam über Kopfhaut und Haare.

Ich spüle sie normalerweise nicht noch einmal mit klarem Wasser aus.
Wenn dir der Essiggeruch zunächst zu intensiv ist:

Keine Sorge.

Er verfliegt normalerweise beim Trocknen.


Wie oft kann man Roggenmehl verwenden?

Das hängt stark von deiner Kopfhaut, deinem Haartyp und deinem persönlichen Waschabstand ab.
Ich würde mich hier nicht an starre Regeln halten.

Beobachte lieber:

Wie schnell fettet dein Ansatz nach?
Fühlt sich deine Kopfhaut ruhig an?
Sind die Haare griffig oder trocken?
Brauchen deine Längen zusätzliche Pflege?

Die beste Routine ist nicht die, die im Internet perfekt aussieht – sondern die, mit der deine Haare tatsächlich gut klarkommen.


Für wen könnte Roggenmehl interessant sein?

Roggenmehl kann besonders spannend sein, wenn du:

  • weniger klassische Haarpflegeprodukte verwenden möchtest,
  • eine einfache Shampoo-Alternative ausprobieren willst,
  • stark parfümierte Produkte nicht magst,
  • deine Pflegeroutine reduzieren möchtest,
  • oder einfach neugierig auf natürliche Haarpflege bist.

Es muss aber nicht für jeden funktionieren. Haare und Kopfhaut sind sehr unterschiedlich.
Und genau deshalb finde ich es sinnvoller, solche Methoden auszuprobieren, ohne daraus gleich eine neue Regel zu machen.


Mein Fazit

Roggenmehl war für mich eine dieser überraschenden Entdeckungen.
Etwas so Einfaches hatte ich zunächst überhaupt nicht mit Haarpflege verbunden.

Ich mag gerade daran:

Es braucht nicht viel.

Etwas Roggenvollkornmehl.
Wasser.
Und wenn ich möchte, anschließend eine saure Rinse.

Meine Kopfhaut fühlt sich damit angenehm an und meine Haare kommen mit dieser schlichten Routine gut zurecht.
Vielleicht ist Roggenmehl nicht für jeden die ideale Haarwäsche. Aber wenn du Lust hast,
deine Pflege etwas natürlicher und einfacher zu gestalten, könnte es einen Versuch wert sein.

Manchmal steckt gute Pflege nicht in der aufwendigsten Flasche – sondern in den einfachsten Zutaten.

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