Lehrt Jesus die Hölle ?

Lehrt Jesus die Hölle ?

English Translation below

Wusstet ihr, dass die Hölle den Originalschriften der Bibel völlig unbekannt ist? Weder Jesus noch die Apostel haben je von ihr gepredigt. Der Grundtext lehrt uns, dass Jesus von der Gehenna gesprochen hat.

Gehenna oder Hölle – das ist doch dasselbe, oder?

Die Hölle entstand erst, als Jesus als Messias auf der Bildfläche erschien. Das ist schon ein Widerspruch in sich. Warum ist er dann gekommen? Dann wären wir ohne ihn besser dran. Dann wäre es auch grob fahrlässig, den Leuten von Jesus zu erzählen, denn das Nichtwissen von ihm würde die Menschen, die sich gegen ihn entscheiden, vor der Hölle bewahren. Das Wort Hölle ist ein Sammelbegriff für mehrere Orte in der Bibel. Diese Orte sind Sheol, Hades, Tatarus/Feuersee und Gehenna. Mehr dazu findest du hier. Diese Orte wurden aber nie einheitlich mit Hölle übersetzt, jede Bibel handhabt das anders. Im Griechischen und Hebräischen ist das Wort Hölle völlig unbekannt. Wenn wir die Bibel in ihrem Kontext betrachten, finden wir nicht das Bild der Hölle, das uns gelehrt wurde.
Besonders hartnäckig hält sich das Gerücht, die Gehenna sei das Sinnbild der Hölle. Zum ersten Mal hören wir davon in Jesus Bergpredigt. (Matthäus 5. 21-30:)

„21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein. 22 Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, dem Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr!, der Hölle des Feuers verfallen sein wird. 23 Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh vorher hin, versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und bring deine Gabe dar! 25 Komm deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist! Damit nicht etwa der Gegner dich dem Richter überliefert und der Richter dem Diener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch die letzte Münze bezahlt hast. 27 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. 28 Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. 29 Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiss es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. 30 Und wenn deine rechte Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

Im konkordanten Neuen Testament finden wir das Wort „Gehenna“ an den Stellen, an denen von der Hölle die Rede ist. Um zu verstehen, wovon Jesus sprach, müssen wir den Text in seinen Kontext stellen. Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass die Jesus Predigten nur für Israel bestimmt waren. Er wurde ja auch nur für Israel gesandt (Matthäus 15, 24-27). Dennoch können wir viele seiner Weisheiten auf unser Leben übertragen. Anders verhält es sich mit der Erlösung am Kreuz. Diese ist für die ganze Menschheit bestimmt. (Röm 3,22 KNT). Jesus hatte auch nicht die Aufgabe, den Israeliten eine völlig neue Lehre über die Hölle zu geben, er hat sich immer an die Verheißungen der Propheten im Alten Testament gehalten (Mt 5,17-19). Keiner von ihnen hatte je von einer ewigen Verdammnis in der Hölle gepredigt, sondern nur von Gottes Königreich, das hier auf Erden aufgerichtet werden soll (Mt 5,19). Wahrscheinlich hätte es dann viel mehr Fragen und Diskussionen seitens der Israeliten gegeben, wie in Apg 10,15, als Gott Petrus aufforderte, unreine Tiere zu essen. Außerdem hätte es viel mehr Erklärungen über die Hölle geben müssen und nicht irgendwelche zusammengewürfelten Interpretationen der Menschen. Jesus lehrte die Israeliten nur Dinge, die ihnen bekannt waren, und die Gehenna ist bis heute jedem Israeliten bekannt. Sie liegt sozusagen vor der Haustür. Die Gehenna ist abgeleitet von dem Wort Ge-Hinnom, ein Gebiet in der Schlucht, wo die Grenze zwischen den Stämmen Juda und Benjamin in Israel verläuft.

Was ist das Ge-Hinnom?

Das Ge-Hinnom, auch Tal von Hinnom genannt, liegt außerhalb der Stadtmauern Jerusalems. Es war das Tal der Ausgestoßenen und Abtrünnigen. Das Ge-Hinnom beginnt am Jaffa-Gate, führt um die Altstadt herum und mündet in das Kidron-Tal, das zwischen dem Tempelberg und dem Ölberg beginnt. Das Ge-Hinnom war in der Antike ein dunkler Ort, an dem viele schreckliche Dinge geschahen. Es wurden Götzen angebetet und Rauchopfer dargebracht. Sogar Kinder wurden für den Ba’als- oder Moloch-Kult verbrannt. All das waren Praktiken anderer Völker, die dem Herrn ein Gräuel waren. Israel sollte sich davon distanzieren, aber manche Herrscher waren diesem Kult sehr zugetan. 2Chr 28,3

„Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen des HERRN, wie sein Vater David. Sondern er ging auf den Wegen der Könige von Israel. Auch machte er Gussbilder für die Baalim. Und er war es, der im Tal Ben-Hinnom Rauchopfer darbrachte, und er verbrannte seine Söhne im Feuer nach den Gräueln der Nationen, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte.

Zum ersten Mal wird das Ge-Hinnom in Josua 15,8 erwähnt.

Was ist das Tofet im Tal Hinnom?

Das Wort Tofet wird an einigen Stellen in der Bibel mit „Gespei“, „Gespött“, „Gräuel“ oder „Schande“ übersetzt. Diese Übersetzungen beschreiben das Tofet optimal, denn es war eine Opferstätte des Ge-Hinnoms. Deshalb wird es auch Mordtal genannt. Erst König Josia machte dem Götzenkult in Israel ein Ende (2.Kön 23,10). In diesem Zusammenhang wird auch das Tofet erwähnt:

„Und er machte das Tofet unrein, das im Tal Ben-Hinnoms lag, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen ließ.

In dieser Zeit wurde sogar Tempelprostitution betrieben und Kultstätten für Götzen errichtet. König Josia ließ das Tofet zerstören, so dass keine kultischen Rituale mehr durchgeführt werden konnten. Die Verunreinigung des Tofets hatte in diesem Fall eine positive, reinigende Wirkung, nämlich die Reinigung von Götzendienst und Blutritualen.
Das Ge-Hinnom war also ein Tal der Schande. In dieses Tal wurden auch die toten Körper der Abtrünnigen geworfen und verbrannt, was nicht dem Bestattungsritual in Israel entsprach. Dieses Szenario wird von Jesus als Gleichnis genommen bzw. könnte im messianischen Reich eine Rolle spielen.

Jesus verweist auf die Gerichte im Tal Hinnom

Wenn Jesus von der Gehenna spricht, meint er das Tal Hinnom. Er spricht nicht von einer Hölle im Jenseits, in der die Menschen nach dem Tod ewig am Leben gehalten und gequält werden, sondern von einer Situation auf der jetzigen Erde.

„Ich sage euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Körper töten, danach aber nichts mehr darüber hinaus zu tun vermögen. Ich werde euch nun anzeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der Vollmacht hat, nach dem Töten auch in die Gehenna zu werfen. Ja, Ich sage euch: Diesen fürchtet!“
Lk 12,4-5

Jesus prophezeit seinen Jüngern, dass sie verfolgt und getötet werden. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was den Gegnern bei der Errichtung des messianischen Reiches, von dem Jesus in den Evangelien spricht, widerfahren wird. Nach ihrer Tötung werden ihre toten Körper in die Gehenna geworfen, d.h. sie haben keinen Anteil am messianischen Reich, sondern müssen auf die Auferstehung warten (mehr dazu hier). Das messianische Reich wird nicht irgendwo im Himmel oder im Jenseits errichtet, sondern hier auf Erden (vgl. Offb 21,2).

Was ist das unauslöschliche Feuer?

„Wer an einem dieser Kleinen, die an Mich glauben, Anstoß gibt, für den wäre es besser, wenn vielmehr ein Eselsmühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde. Wenn nun deine Hand dich straucheln lässt, so haue sie ab! Besser ist es für dich, verstümmelt in das Leben einzugehen, anstatt zwei Hände zu haben und in die Gehenna, in das unauslöschliche Feuer, zu gehen, wo ihr Wurm nicht verendet und das Feuer nicht verlischt!
Mk 9,42-44 (vgl. Mk 9,45-48)

Viele Anhänger der Himmel-Hölle-Lehre nehmen diese Bibelstelle zum Anlass, eine ewige Höllenstrafe zu predigen. Dort soll das ewige Feuer brennen und es soll unsterbliche Würmer geben. Gemeint ist aber etwas anderes. Jesus bezieht sich auf den Propheten Jesaja.

„Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR. Und sie werden hinausgehen und sich die Leichen der Menschen ansehen, die mit mir gebrochen haben. Denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.
Jes 66,23-24

Es ist der letzte Vers im Buch Jesajas aus dem Alten Testament und spricht über das noch kommende messianische Reich (Jes 66, 10; Jes 66,13; Jes 66,20). Gerne wird dieser Vers als ewige Höllenqual missbraucht. Dies ist jedoch unmöglich, da zu diesem Zeitpunkt nur einer Unsterblichkeit besitzt und das ist Jesus Christus (1.Tim 6,15-16), für die anderen Menschen kann dies noch nicht in Kraft treten, da sie zu dem Zeitpunkt noch an ihr Fleisch gebunden sind.

Doch im Licht der messianischen Verheißungen wird manches klarer: Der Messias wird von Jerusalem aus mit eisernem Stab regieren (Ps 2,8). Da es nicht nur Anhänger geben wird, sondern auch viele, die das Reich zerstören wollen, wird es einige Hinrichtungen geben. Die toten! Körper der Hingerichteten werden in die Gehenna geworfen (Lk 12,4-5), wo der Wurm durch ständigen Nachschub nicht stirbt und die Feuer der Verbrennung nicht erlöschen. Die Toten können nicht mehr gequält werden, weil sie tot sind. Die Hingerichteten leben nicht bis zur Auferstehung. Mit Recht sagen wir, dass manche durch den Tod von ihren Leiden „erlöst“ werden. Und es sind die toten Körper, die in die Gehenna geworfen werden. So ist die nüchterne Bibelbetrachtung. Der Tod bringt keine größere Empfindung, sondern ist das Ende aller Empfindung.

Das ist die Gehenna des Neuen Testaments – ganz gegründet in alttestamentlicher Prophezeiungen.

Wie ist das mit dem Zähneknirschen gemeint?

Die Bibel spricht im Zusammenhang mit der Aufrichtung des messianischen Reiches von Jammern und Zähneknirschen. Das hat aber nichts mit den Toten zu tun, deren Körper in die Gehenna geworfen werden.

„Wenn ihr erst dann, nachdem der Hausherr sich erhoben und die Tür abgeschlossen hat, draußen steht und an die Tür zu klopfen beginnt und ruft: Herr, Herr, öffne uns!, so wird Er euch antworten: Ich weiß nichts von euch! Woher seid ihr? – Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben doch vor Deinen Augen gegessen und getrunken und Du hast auf unseren Plätzen gelehrt. – Er aber wird erwidern: Ich sage euch: Ich weiß nichts von euch! Woher seid ihr? Entfernt euch von mir alle, ihr Werker der Ungerechtigkeit! Dort wird dann Jammern und Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak, Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes sehen werdet, euch selbst aber draußen als Verworfene. Vom Osten und Westen, vom Norden und Süden werden sie eintreffen und sich im Königreich Gottes zu Tisch lagern. Und siehe, es sind Letzte, die Erste sein werden, und es sind Erste, die Letzte sein werden.
Lk 13,25-30

Dieser Vers sollte in seinem Kontext interpretiert werden. Er bezieht sich auf Jerusalem und das Feuer, das dort vor den Toren im Tal Hinnom (Gehenna) brennt. Es bezieht sich auf die Gerichte, die den Übergang vom gegenwärtigen Zeitalter (Äon) zum kommenden Zeitalter (der kommende Äon) kennzeichnen. Das Jammern und Zähneknirschen finden vor dem Tor des Königreichs statt, also vor den Toren Jerusalems. Es wird die Leute betreffen die zu der Zeit Leben, die an den Segnungen des Königreiches keinen Anteil haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Situation auf ewig für sie bestimmt ist, noch dass sie nach dem tausendjährigen Reich kein ewiges Leben in Gottes Königreich erhalten (mehr dazu hier). Dieses Szenario hat nichts mit unserer heutigen Zeit zu tun. Übrigens sagt dieser Vers aus, dass die Christen nicht höher in der Gunst Gottes stehen und nur ihnen das Reich zugesprochen wird.

„Wenn ihr erst dann, nachdem der Hausherr sich erhoben und die Tür abgeschlossen hat, draußen steht und an die Tür zu klopfen beginnt und ruft: Herr, Herr, öffne uns!, so wird Er euch antworten: Ich weiß nichts von euch! Woher seid ihr? – Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben doch vor Deinen Augen gegessen und getrunken und Du hast auf unseren Plätzen gelehrt. – Er aber wird erwidern: Ich sage euch: Ich weiß nichts von euch! Woher seid ihr? Entfernt euch von mir alle, ihr Werker der Ungerechtigkeit!

Lukas 13,25-30

Nur Gott allein weiß, wie sich dieses Szenario entwickeln wird. Deshalb sollte sich niemand anmaßen zu beurteilen, wer einen Anteil bekommen wird, oder Bedingungen dafür aufzustellen. Die Bibel schweigt dazu.

„Ebenso nun wie der Taumellolch gejätet und mit Feuer verbrannt wird, so wird es auch beim Abschluss des Äons sein. Der Sohn des Menschen wird Seine Boten beauftragen, und sie werden aus Seinem Königreich alle Fallstricke jäten und die, welche Gesetzlosigkeit verüben, und werden sie in den Hochofen des Feuers werfen; dort wird Jammern und Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten im Königreiches ihres Vaters wie die Sonne aufleuchten. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Mt 13,40-43 (Erklärung vom Gleichnis der Ernte)

Gerne wird hier eine ewige Höllenqual hineininterpretiert, wobei wir noch einmal festhalten, dass das messianische Reich auf die Erde kommt bzw. dort errichtet wird. Dann haben wir einen sterblichen Körper, der nicht ewig gequält werden kann. Das Jammern und Zähneknirschen könnten auch Menschen sein, die um den „Hochofen des Feuers“ herumstehen, in dem vermutlich tote! Körper verbrannt werden (Lk 12,4-5). Die Gehenna und das Tofet liegen direkt vor den Toren Jerusalems. Wie damals wird es auch bei der Aufrichtung des messianischen Reiches das Tal der Hingerichteten, Gesetzlosen und Verworfenen sein. Wir bekommen keinen genauen Einblick, wer das sein wird, aber ein christlicher Glaube wird kaum jemanden begünstigen siehe Lukas 13,25-30, denn auch unter ihnen gibt es Gesetzlose und Verworfene. Um vielleicht einen kleinen Einblick zu bekommen, wer das sein könnte, sollte man sich die nüchterne Bedeutung der Worte selbst ansehen.


Verworfen Definition Duden: in hohem Maße schlecht, lasterhaft, charakterlich verkommen.
Gesetzlos Definition Duden: keinerlei Gesetze achtend


Wenn wir diese Indizien vorsichtig interpretieren, handelt es sich warscheinlich nicht einmal um Menschen, die hier und da ein paar Fehler machen, aber das Herz auf dem rechten Fleck haben, sondern wahrscheinlich um fanatische Tyrannen und ihre Anhänger.

Beide Verse beziehen sich auf das von Jesaja beschriebene Szenario:

„Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR. Und sie werden hinausgehen und sich die Leichen der Menschen ansehen, die mit mir gebrochen haben. Denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.
Jes 66,23-24

Die Leichen der Hingerichteten liegen vor den Toren Jerusalems und warten auf ihre Verbrennung. Sie sind eine Abscheu für jeden, der dort vorbeikommt. Es liegt nahe, dass es nicht die Leichen sind, die mit den Zähnen knirschen, sondern eher die Leute, die dort vorbeiziehen und die strenge Gerechtigkeit des Messias sehen. „Küsse den Sohn, damit Er nicht zorne!“ , heißt es in Psalm 2,12. Wir können das nicht mit der heutigen Zeit der Gnade vergleichen.
Solche Verse werden auch gerne herangezogen, um zu begründen, dass der christliche Glaube einen zu einem besseren Menschen mache:

„Gut steht es um den Mann, der gütig ist und leiht! Er wird seine Sachen durchführen nach dem Recht. Denn in Ewigkeit wird er nicht wanken, zu einer ewigen Erinnerung wird der Gerechte sein. Er wird sich nicht fürchten vor böser Nachricht. Fest ist sein Herz, es vertraut auf den HERRN. Beständig ist sein Herz, er1 fürchtet sich nicht, bis er heruntersieht auf seine Bedränger. Er streut aus, gibt den Armen. Seine Gerechtigkeit besteht ewig. Sein Horn ragt auf in Ehre. Der Gottlose wird es sehen und sich ärgern, mit seinen Zähnen wird er knirschen und vergehen. Das Begehren der Gottlosen geht verloren.
Ps 112,5-10

Auch hier ist es wichtig, die nüchterne Bedeutung des Wortes zu betrachten.

Gottlos Definition Duden:

  1. 1. nicht an Gott glaubend; Gott leugnend
  2. 2. verwerflich, ein gottloses Leben führen 

verwerflich Definition Duden:

schlecht, unmoralisch und daher tadelnswert

Natürlich könnte man jetzt der ersten Definition folgen und sagen, dass Menschen, die nicht an Gott glauben, sich ärgern und mit den Zähnen knirschen werden, aber wenn wir den Kontext dieses Verses betrachten, ist von Menschen die Rede, die gütig sind und deshalb Gottes Gerechtigkeit erfahren. Es ist offensichtlich, dass hier mit gottlos ein verwerfliches Verhalten gemeint ist.

Was ist nun die Gehenna?

Kurz gesagt ist die Gehenna ein Tal außerhalb Jerusalems. Der Name leitet sich vom Wort Ge-Hinnom ab. Dort findet das Gericht des messianischen Reiches statt, von dem die Propheten im Alten Testament gesprochen haben. Jesus selbst hatte in seiner Predigt darauf hingewiesen.
Mit einer ewigen Hölle im Jenseits hat das alles nichts zu tun.

Wenn wir die Bibel in ihrem Kontext lesen, merken wir, dass die Hölle nichts mit dem gemeinsam hat, was Menschen darunter verstehen. Sie ist eine Projektion der eigenen Selbstgerechtigkeit. Ich habe mein Leben nach Gott ausgerichtet, also komme ich zur Belohnung in den Himmel, während die, die sich nicht Gott zugewandt haben, in die Hölle kommen. Diese Sichtweise zeigt uns aber nicht die Gnade Gottes in Jesus Christus, sondern genau das, was man einen Teufel nennt.

Does Jesus teach hell?

Did you know, that hell is completely unknown in the original scriptures of the Bible? Neither Jesus nor the apostles ever preached about it. The basic text teaches us that Jesus spoke of the Gehenna.

Gehenna or hell – that’s the same place, isn’t it?

The hell only came into being, when Jesus appeared on the scene as the Messiah. That’s a paradox in itself. So why did he come? Then we would be in a better position without him. Then it would also be grossly negligent, to tell people about Jesus, because not knowing about him would save people who decide against him from hell. The word hell is a collective term for several places in the Bible. These places are Sheol, Hades, Tatarus/Lake of Fire and Gehenna. You can find out more here. However, these places were never uniformly translated as hell, each Bible handles this differently. In Greek and Hebrew, the word hell is completely unknown. If we look at the Bible in context, we don’t find the image of hell, that we have been taught.
The rumour, that the Gehenna is the symbol of hell is particularly persistent. We first hear about it in Jesus‘ Preaching on the Mount. (Matthew 5. 21-30:)

„Ye have heard that it was said by them of old time, Thou shalt not kill; and whosoever shall kill shall be in danger of the judgment: 22 But I say unto you, That whosoever is angry with his brother without a cause shall be in danger of the judgment: and whosoever shall say to his brother, Raca, shall be in danger of the council: but whosoever shall say, Thou fool, shall be in danger of hell fire. 23 Therefore if thou bring thy gift to the altar, and there rememberest that thy brother hath ought against thee; 24 Leave there thy gift before the altar, and go thy way; first be reconciled to thy brother, and then come and offer thy gift. 25 Agree with thine adversary quickly, whiles thou art in the way with him; lest at any time the adversary deliver thee to the judge, and the judge deliver thee to the officer, and thou be cast into prison.
26 Verily I say unto thee, Thou shalt by no means come out thence, till thou hast paid the uttermost farthing. 27 Ye have heard that it was said by them of old time, Thou shalt not commit adultery: 28 But I say unto you, That whosoever looketh on a woman to lust after her hath committed adultery with her already in his heart. 29 And if thy right eye offend thee, pluck it out, and cast it from thee: for it is profitable for thee that one of thy members should perish, and not that thy whole body should be cast into hell. 30 And if thy right hand offend thee, cut if off, and cast it from thee: for it is profitable for thee that one of thy members should perish, and not that thy whole body should be cast into hell.“

In the concordant New Testament, we find the word „Gehenna“ in places where hell is mentioned. To understand, what Jesus was talking about, we need to place the text in its context. Firstly, it is important to understand that Jesus‘ preaching was only meant for Israel. After all, he was only sent to Israel (Matthew 15:24-27). Nevertheless, we can apply much of his wisdom to our lives. The situation is different with the salvation on the cross. This is intended for all of humanity. (Romans 3:22 CNT). Jesus also didn’t have the mission of giving the Israelites a completely new teaching about hell; he always kept to the promises of the prophets in the Old Testament (Mt 5:17-19). None of them had ever preached about eternal damnation in hell, but only about God’s kingdom to be built here on earth (Mt 5:19). There would probably have been many more questions and discussions on the part of the Israelites, as in Acts 10:15, when God told Peter to eat unclean animals. In addition, there would have been many more explanations about hell and not just some random interpretations of the people. Jesus only taught the Israelites things that were known to them, and the Gehenna is known to every Israelite to this day. It is on their doorstep, so to speak. Gehenna is derived from the word Ge-hinnom, an area in the canyon, where the border runs between the tribes of Judah and Benjamin in Israel.

What is the Ge Hinnom?

Ge-Hinnom, also known as the Valley of Hinnom, lies outside the city walls of Jerusalem. It was the valley of the outcasts and apostates. The Ge-Hinnom begins at Jaffa Gate, runs around the Old City and flows into the Kidron Valley, which begins between the Temple Mount and the Mount of Olives. In ancient times, the Ge-Hinnom was a dark place, where many terrible things happened. People worshipped idols and made incense offerings. Even children were burnt for the Ba’als or Moloch cult. These were all practices of other nations, that were an abomination to the Lord. Israel was supposed to distance itself from it, but some monarchs were very favourably disposed to this cult. 2 Chronicles 28:3:

„Ahaz was twenty years old when he began to reign, and he reigned sixteen years in Jerusalem: but he did not that which was right in the sight of the LORD, like David his father: 2 For he walked in the ways of the kings of Israel, and made also molten images for Baalim. 3 Moreover he burnt incense in the valley of the son of Hinnom, and burnt his children in the fire, after the abominations of the heathen whom the LORD had cast out before the children of Israel.“

The Ge-hinnom is mentioned for the first time in Joshua 15:8.What is the Tofet in the Valley of Hinnom?

What is the Tofet in the Valley of Hinnom?

The word Tofet is translated in some places in the Bible as „spittle“, „mockery“, „abomination“ or „disgrace“. These translations describe Tofet perfectly, as it was a place of sacrifice for the Ge-Hinnom. That is why it is also called the Valley of Murder. It was only King Josiah, who put an end to idolatry in Israel (2 Kings 23:10). The Tofet is also mentioned in this context:

„And he defiled Topheth, which is in the valley of the children of Hinnom, that no man might make his son or his daughter to pass through the fire to Molech.“

During this time, temple prostitution was even practised and places of worship were built for idols. King Josiah had the Tofet destroyed so that cult rituals could no longer be performed. In this case, the defilement of the Tofet had a positive, purifying effect, namely the cleansing of idolatry and blood rituals.
The Ge-Hinnom was therefore a valley of disgrace. The dead bodies of apostates were also thrown into this valley and burned, which didn’t correspond to the funeral ritual in Israel. This scenario is taken by Jesus as a parable or could play a role in the messianic kingdom.

Jesus refers to the judgements in the Valley of Hinnom

When Jesus speaks of Gehenna, he is referring to the Valley of Hinnom. He doesn’t speak of a hell in the afterlife, where people are kept alive and punished forever after death, but of a situation on this earth.

„And I say unto you my friends, Be not afraid of them that kill the body, and after that have no more that they can do.But I will forewarn you whom ye shall fear: Fear him, which after he hath killed hath power to cast into hell; yea, I say unto you, Fear him.“
Luke 12:4-5

Jesus prophesies to his apostles, that they will be hunted down and killed. But this is nothing compared to what will happen to the opponents when the messianic kingdom of which Jesus speaks in the Gospels is established. After they are killed, their dead bodies are thrown into Gehenna, i.e. they have no part in the messianic kingdom, but must wait for the resurrection (more on this here). The messianic kingdom won’t be established somewhere in heaven or in the afterlife, but here on earth (cf. Rev 21:2).

What is the unquenchable fire?

„And whosoever shall offend one of these little ones that believe in me, it is better for him that a millstone were hanged about his neck, and he were cast into the sea. And if thy hand offend thee, cut it off: it is better for thee to enter into life maimed, than having two hands to go into hell, into the fire that never shall be quenched: Where their worm dieth not, and the fire is not quenched.“
Mark 9:42-44 (cf. Mark 9:45-48)

Many followers of the heaven-hell doctrine take this biblical passage as an impulse to preach eternal punishment in hell. Eternal fire is supposed to burn there and there are supposed to be immortal worms. However, something else is meant. Jesus is referring to the prophet Isaiah.

„And it shall come to pass, that from one new moon to another, and from one sabbath to another, shall all flesh come to worship before me, saith the LORD.
And they shall go forth, and look upon the carcases of the men that have transgressed against me: for their worm shall not die, neither shall their fire be quenched; and they shall be an abhorring unto all flesh.“

Isa 66:23-24

It is the last verse in the book of Isaiah from the Old Testament and speaks about the Messianic kingdom that is still to come (Is 66:10; Is 66:13; Is 66:20). This verse is often misinterpreted as eternal torment in hell.
However, this is impossible, as at this point in time only one person possesses eternal life and that is Jesus Christ (1 Tim 6:15-16); this cannot yet come into effect for other people, as they are still bound to their flesh at this point in time.

But in the light of the messianic promises, some things become clearer: the Messiah will rule from Jerusalem with a rod of iron (Ps 2:8). As there won’t just be followers, but also many who want to destroy the kingdom, there will be some executions. The dead! bodies of the executed will be thrown into Gehenna (Lk 12:4-5), where the worm won’t die due to constant replenishment and the fires of burning won’t stop. The dead can no longer be tortured, because they are dead. The executed don’t live until the resurrection. We rightly say, that some are „released“ from their suffering through their death.
And it is the dead bodies, that are thrown into Gehenna. This is the sober Bible view. Death brings no greater pain.

This is the Gehenna of the New Testament – based entirely on Old Testament prophecies.

What is meant by the gnashing of teeth?

The Bible speaks of wailing and gnashing of teeth in connection with the establishment of the Messianic kingdom. But this has nothing to do with the dead, whose bodies will be thrown into Gehenna.

„When once the master of the house is risen up, and hath shut to the door, and ye begin to stand without, and to knock at the door, saying, Lord, Lord, open unto us; and he shall answer and say unto you, I know you not whence ye are: Then shall ye begin to say, We have eaten and drunk in thy presence, and thou hast taught in our streets. But he shall say, I tell you, I know you not whence ye are; depart from me, all ye workers of iniquity. There shall be weeping and gnashing of teeth, when ye shall see Abraham, and Isaac, and Jacob, and all the prophets, in the kingdom of God, and you yourselves thrust out. And they shall come from the east, and from the west, and from the north, and from the south, and shall sit down in the kingdom of God. And, behold, there are last which shall be first, and there are first which shall be last“
Luke 13:25-30

This verse should be interpreted in its context. It refers to Jerusalem and the fire that burns there outside the gates in the Valley of Hinnom (Gehenna). It refers to the judgements that mark the transition from the present age (aeon) to the age to come (the coming aeon). The wailing and gnashing of teeth will take place at the gate of the kingdom, i.e. at the gates of Jerusalem. It will involve the people living at that time, who have no share in the blessings of the kingdom. However, this doesn’t mean, that this situation is eternal for them, nor that they won’t receive eternal life in God’s kingdom after the millennial kingdom. (more on this here). This scenario has nothing to do with our time today. Incidentally, this verse says, that Christians are not higher in God’s grace and that only they will be granted the kingdom.

„When once the master of the house is risen up, and hath shut to the door, and ye begin to stand without, and to knock at the door, saying, Lord, Lord, open unto us; and he shall answer and say unto you, I know you not whence ye are: Then shall ye begin to say, We have eaten and drunk in thy presence, and thou hast taught in our streets. But he shall say, I tell you, I know you not whence ye are; depart from me, all ye workers of iniquity. There shall be weeping and gnashing of teeth, when ye shall see Abraham, and Isaac, and Jacob, and all the prophets, in the kingdom of God, and you yourselves thrust out. And they shall come from the east, and from the west, and from the north, and from the south, and shall sit down in the kingdom of God. And, behold, there are last which shall be first, and there are first which shall be last“
Luke 13:25-30

Only God knows how this scenario will end up. Therefore, no one should presume to judge, who will receive a part, or to set conditions for it. The Bible is keeping silent on this.

„As therefore the tares are gathered and burned in the fire; so shall it be in the end of this world. The Son of man shall send forth his angels, and they shall gather out of his kingdom all things that offend, and them which do iniquity; And shall cast them into a furnace of fire: there shall be wailing and gnashing of teeth. Then shall the righteous shine forth as the sun in the kingdom of their Father. Who hath ears to hear, let him hear.“
Mt 13:40-43 (Explanation of the parable of the harvest)

An eternal torment in hell is often interpreted into this, whereby we note once again that the Messianic kingdom will come to earth or be established there. Then we will have a mortal body that can’t be tormented forever. The wailing and gnashing of teeth could also be people standing around the „furnace of fire“, in which presumably dead! bodies are burnt (Luke 12:4-5).
The Gehenna and the Tofet are right outside the gates of Jerusalem. As then, it will also be the valley of the executed, the lawless and the rejected when the Messianic kingdom is established. We don´t get an exact insight into who this will be, but a Christian faith won´t favour anyone see Luke 13:25-30, then also under christians exists pepole, who are lawless and rejected. To perhaps get a little insight into, who this might be, one should look at the sober meaning of the words themselves.

Depraved: highly bad, vicious, degenerate in character.
Lawless: not respecting any laws

If we interpret these indications carefully, we are probably not even dealing with people who make a few mistakes here and there, but have their heart in the right place, but probably with fanatical tyrants and their followers.

Both verses refer to the scenario described by Isaiah:

„And it shall come to pass, that from one new moon to another, and from one sabbath to another, shall all flesh come to worship before me, saith the LORD.
24 And they shall go forth, and look upon the carcases of the men that have transgressed against me: for their worm shall not die, neither shall their fire be quenched; and they shall be an abhorring unto all flesh.“
Isa 66:23-24

The bodies of the executed lie outside the gates of Jerusalem waiting to be cremated. They are an horror for anyone who passes by.
It stands to reason, that it isn’t the corpses that gnash their teeth, but rather the people who pass by and see the strict justice of the Messiah. „Kiss the Son, lest he be angry“, tells Ps. 2,12. We can’t compare this with today’s time of grace.

Such verses are also often used to justify, that the Christian faith makes a pepole to a better person:

„A good man sheweth favour, and lendeth: he will guide his affairs with discretion.
Surely he shall not be moved for ever: the righteous shall be in everlasting remembrance.He shall not be afraid of evil tidings: his heart is fixed, trusting in the LORD. His heart is established, he shall not be afraid, until he see his desire upon his enemies. He hath dispersed, he hath given to the poor; his righteousness endureth for ever; his horn shall be exalted with honour. The wicked shall see it , and be grieved; he shall gnash with his teeth, and melt away: the desire of the wicked shall perish.“
Ps 112:5-10

Here, it is also important to consider the sober meaning of the word.
Godless:

  1. not believing in God; denying God
  2. reprehensible, leading a godless life

reprehensible Definition Duden:

bad, immoral and therefore reprehensible

Of course, you could now follow the first definition and say, that people who don’t believe in God will be annoyed and gnash their teeth, but if we look at the context of this verse, it is talking about people who are kind and therefore experience God’s justice. It is obvious that godless here refers to reprehensible behaviour.

So what is Gehenna?

In short, Gehenna is a valley outside Jerusalem.
The name is derived from the word Ge-Hinnom. This is where the judgement of the Messianic kingdom takes place, as spoken of by the prophets in the Old Testament. Jesus himself referred to this in his sermon.
None of this has anything to do with an eternal hell in the afterlife.

If we read the Bible in context, we realise, that hell has nothing in common with what people understand it to be. It is a projection of our own self-righteousness. I have orientated my life towards God, so I will go to heaven as a reward, while those who have not turned to God will go to hell. However, this view doesn´t show us the grace of God in Jesus Christ, but exactly what is called a devil.

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