Die biblischen Speisegebote

Die biblischen Speisegebote

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Hier erkläre ich euch die biblischen Speisegebote und ob es sich lohnt danach zu richten.

Was ist der Unterschied zwischen reinen und unreinen Tieren?

Ob ein Tier rein oder unrein ist, hängt zum Teil von seiner Ernährung ab.

Welche Tiere sind reine Tiere?

Alle Tiere, die gespaltene Klauen haben, Paarhufer sind und wiederkäuen. Dazu gehören Rind, Lamm, Ziege, Kalb, Damhirsch, Gazelle, Reh, Wildziege, Wisent, Wildschaf und Steinbock.

Alle Fische mit Flossen und Schuppen. Dazu gehören zum Beispiel der Dorsch, der Heilbutt, die Forelle, der Kabeljau, der Karpfen, der Lachs, der Rotbarsch, der Zander, der Hecht, der Hering und der Thunfisch.

Von den geflügelten Tieren gelten nur die Ente, der Erpel, die Gans, der Ganter, die Wachtel, das Huhn, der Hahn, der Schwan, die Pute, der Truthahn, die Taube und der Täuber als rein.

Von den Insekten gelten nur diejenigen als rein, die Flügel haben und auf vier Füßen gehen. Oberhalb der Füße müssen sie zwei Beine haben, mit denen sie auf der Erde hüpfen. Dazu gehören die Wanderheuschrecke (Arbe) und die Heuschrecken Solam, Hargol und Hagab.

Warum sind diese Tiere rein?

Sie ernähren sich von Gräsern, Blättern, Samen und Getreide.

Auf ihren Schuppen befindet sich eine dünne Schleimhaut, die sie vor dem Eindringen von Bakterien schützt und sie vor mechanischen Verletzungen bewahrt.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass diese Tiere wenig mit Schadstoffen belastet sind.

Welche Tiere gelten als unreine Tiere?

Alle Tiere mit gespaltenen Klauen, die keine Paarhufer sind und nicht wiederkäuen.

Dazu gehören zum Beispiel das Kamel, der Hase, der Klippdachs und das Schwein.

Alle Meerestiere ohne Flossen und Schuppen. Dazu gehören unter anderem Haie, Schnecken, Krebse, Hummer, Schlangen, Langusten, Garnelen und Frösche.

Zu den unreinen Vögeln und Luftbewohnern gehören der Aasgeier, der Schwarzgeier, der Bartgeier Milan und die verschiedenen Bussardarten. Alle Arten von Rabenvögeln: Adlereule, Kurzohreule, Langohreule und die verschiedenen Falkenarten. Der Kauz, der Bienenfresser, die Weißeule, der Waldkauz, der Fischadler, die Fischeule sowie der Storch und die verschiedenen Reiherarten, der Wiedehopf und die Fledermaus.

Alle Insekten, Reptilien und alle Würmer.

Alle Vierbeiner, die auf Pfoten gehen, wie Hunde und Katzen, Pferde, Zebras, Eichhörnchen, Elefantenbären, Maulwürfe, Esel und die Maus.

Alle Eidechsenarten, der Gecko, die Koach- und die Letaa-Eidechse, der Salamander und das Chamäleon.

Warum sind diese Tiere unrein?

Das Kamel hat keine gespaltenen Hufe. Es schwitzt kaum, deshalb kann es sich nicht gut entgiften. Seine Körpertemperatur schwankt. Giftstoffe werden daher nicht ausgeschieden und bleiben im Körper des Tieres. Da das Kamel in der Wüste lebt und tagelang nicht trinken kann, speichert es Wasser und Urin lange im Körper.

Hase, Kaninchen, Klippdachs und Pferd sind Wiederkäuer, haben aber keine gespaltenen Klauen. Sie fressen ihre eigenen Exkremente, die für den menschlichen Organismus giftig sind.

Das Wildschwein und das Hausschwein haben gespaltene Klauen, sind aber keine Wiederkäuer. Das Fleisch ist für den menschlichen Organismus sehr giftig. Es hat einen hohen Fettgehalt und neigt aufgrund seiner Struktur zur schnellen Zersetzung. Außerdem schwächt es das Bindegewebe des Menschen. Rheuma, Arthritis und Bandscheibenvorfälle werden stark begünstigt. Schweinefleisch verschlimmert Allergien wie Nesselsucht und Hautausschläge, aber auch das Risiko, an Heuschnupfen und Asthma zu erkranken, steigt. Die Toxine im Schweinefleisch belasten das Nervensystem des Menschen. Es Es ist der höchste Überbringer von Krankheiten. Es kann zum Beispiel den Trichinenwurm enthalten, der die Krankheit Trichinose überträgt, die tödlich enden kann. Schweinefleisch hemmt die Entgiftung des Körpers. Außerdem sind Schweine Allesfresser, die auch Aas fressen.

Meerestiere, die keine Flossen oder Schuppen haben. Man hat herausgefunden, dass alle Fische, die keine Schuppen haben, giftig sind. Sie produzieren Toxine und ernähren sich vom Boden und von Aas. Frösche zum Beispiel fressen Malariamücken und helfen dadurch bei der Bekämpfung von Malaria. Da die Frösche zum Verzehr exportiert werden, kann sich die Krankheit dort weiter ausbreiten.

Die unreinen Vögel und Luftbewohner ernähren sich von Ratten, Mäusen, Insekten und Fröschen. Da sie auch Aas fressen, helfen sie gegen die Pest.

Kurz zusammengefasst sind unreine Tiere lebende Staubsauger und Mülleimer im Ökosystem. Sie haben andere Aufgaben, als gegessen zu werden. Gott hat diese Tiere nie für rein erklärt, denn sie haben sich damals von Ungeziefer ernährt und tun es auch heute noch.

Aber was hat es dann mit dem Vers in Apostelgeschichte 10,15 »Wenn Gott etwas für rein erklärt hat, dann nenne du es nicht unrein.« auf sich?

Im Kontext ging es nicht darum, dass Gott diese Tiere für rein erklären wollte. Damals waren die Grenzen für Israel und andere Völker unüberwindbar. Gott gab die Gebote über reine und unreine Tiere nur dem Volk Israel. Wer ein unreines Tier oder Aas berührt oder gar isst, wird unrein. Er muss für eine Zeitlang in Quarantäne, darf nicht am Gottesdienst teilnehmen und keinen Kontakt zu reinen Menschen haben. Geschieht dies doch, so ist die reine Person für diesen Tag selbst verunreinigt. Erst nach der Quarantänezeit und nach einem Reinigungsritual darf die verunreinigte Person wieder an den Aktivitäten teilnehmen. Die anderen Völker kannten diese Gebote nicht und galten daher als unrein. Die Israeliten mieden den Kontakt mit ihnen, um sich nicht zu verunreinigen. Auch der Apostel Petrus lebte nach diesen Geboten. Erst nach dem Tod von Jesus Christus wurde deutlich, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt. Der römische Hauptmann Kornelius lebte nicht nach den Speisegeboten, aber er verehrte Gott. Kornelius betete Gott und seine Engel an und erhielt den Auftrag, Petrus von Joppe nach Cäsarea zu geleiten. Gott schickte Petrus ein Tuch, auf dem allerlei unreines Getier zu sehen war. Er gebot Petrus, davon zu essen, aber der Apostel weigerte sich. Da sprach der Herr: „Wenn Gott etwas für rein erklärt hat, dann nenne du es nicht unrein.“

Petrus verstand nicht, dass Gott ihm damit sagen wollte, dass die Unterschiede zwischen den Völkern aufgehoben waren. Das Heil, das er in Jesus Christus schenkt, gilt allen Menschen – egal woher sie kommen und was sie bisher geprägt hat.

In Apostelgeschichte 19-20 bestätigt Gott, dass er Kornelius gesandt hat und dass er mit ihnen gehen soll:

Während, aber Petrus nachsann über die Erscheinung, sprach der Geist Gottes zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich, so steh auf, steig hinab und geh mit ihnen und zweifle nicht, denn ich habe sie gesandt.“

Die Menschen, die die Predigten des Petrus hörten, gehörten nicht zum Volk Israel. Nach Meinung mancher Christen gehörten sie deshalb ausgeschlossen. Doch mitten in der Predigt des Petrus geschah das Wunder. Gottes Geist kam auf alle Menschen und sie lobten und priesen ihn.

Auch der Apostel Paulus predigte in den Gemeinden, dass es keinen Unterschied mehr geben solle zwischen Juden und Nichtjuden und dass die Speisegebote niemandem aufgezwungen werden sollten. Denn weder bringt uns das Einhalten näher zu Gott, noch entfernt uns das nicht einhalten von ihm.

Gott liebt alle Menschen so wie sie sind. Das heißt aber nicht, dass es gut für uns und unseren Körper ist, unreine Tiere zu essen.

Der Prophet Daniel hat in der Gefangenschaft Nebukadnezars keine unreinen Tiere gegessen, er hat sich nur von Gemüse ernährt und war gesünder als Nebukadnezar und sein Gefolge.

Ist es unbedenklich, unreine Tiere als Haustiere zu halten?

Unreine Tiere dürfen als Haustiere gehalten werden, da sie zu dem Zeitpunkt leben und dem Menschen hauptsächlich als Speise schaden.

Welche anderen Speisegebote gibt es?

Die Bibel rät uns im 3. Buch Mose, keine blutigen Speisen zu essen, da dies barbarisch ist und Grausamkeit hervorruft. Der regelmäßige Verzehr von blutigen Speisen geht auf den Geist des Menschen über. Die Bakterien im Fleisch sind nicht abgetötet und machen krank. Deshalb sollte das Fleisch vor der Zubereitung gewaschen werden, um den Blutanteil möglichst gering zu halten.

Das Speisegebot ist die Trennung von fleischigen und milchigen Speisen, das sich aus 3. Mose 14,21 ableiten lässt: Du sollst das Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.

Alle Produkte von reinen Tieren gelten ebenfalls als erlaubte Lebensmittel. So ist die Milch eines reinen Tieres wie der Kuh oder der Ziege selbst rein, während die Milch eines unreinen Tieres wie des Pferdes nicht erlaubt ist. Eine Ausnahme bildet der Honig, der als rein gilt, obwohl er von einem unreinen Tier der Biene hervorgebracht wird.

Eier von reinen Tieren wie Hühnern gelten als essbar. Beim Verzehr von rohen Eiern ist darauf zu achten, dass keine Blutspuren vorhanden sind. Ist dies der Fall, darf das Ei nicht verzehrt werden.

Warum milchige und fleischige Speisen nicht zusammen verzehrt werden sollten, entzieht sich dem menschlichen Verständnis. Daher wird er als Chok bezeichnet – ein Gebot, das nur deshalb befolgt wird, weil es dem Willen Gottes entspricht, auch wenn wir ihn nicht verstehen.

Welchen spirituellen Sinn haben die Speisegebote?

Die gespaltenen Hufen helfen, in unwegsamem Gelände voranzukommen, und das Wiederkäuen führt dazu, dass die Mahlzeit gut verdaut wird. Dies weist auf zwei wichtige Eigenschaften der Gläubigen hin: das Leben nach dem Wort Gottes und das Nachdenken über das Wort Gottes.

Mit Flossen kann sich ein Fisch zielgerichtet fortbewegen und gegen die Strömung schwimmen. Schuppen schützen ihn vor Verunreinigungen. Gläubige brauchen Energie, sie dürfen nicht mit der Masse treiben; gleichzeitig müssen wir uns bewusst sein, dass wir in einer sündigen Welt leben.

Die Heuschrecken unterscheiden sich von dem geflügelten Gewimmel darin, dass sie nicht über den Boden krabbeln, sondern sich mit Sprüngen durch die Luft bewegen. So hat der Gläubige zwar irdische Beschäftigungen und viele Berührungspunkte mit der Erde, aber er betrachtet alles im Licht der Ewigkeit und sinnt nicht nach dem Irdischen.

Bringen uns die Speisegebote Gott näher?

Nein, wie schon gesagt, bringen uns die Speisegebote weder näher zu Gott, noch entfernt uns das Nichtbeachten von ihm. Das Einhalten der Speisegebote macht uns auch nicht zu einem besseren Menschen. Es ist eine persönliche Entscheidung, ob wir sie befolgen wollen oder nicht. Ich habe mich aus den oben genannten Gründen entschieden, keine unreinen Tiere zu essen. Ich esse jedoch milchige und fleischige Speisen zusammen.

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