Argumente gegen die Allversöhnung entlarvt

Argumente gegen die Allversöhnung entlarvt

Englisch Version below

Viele glauben, dass Gott die Menschen in Himmel und Hölle einteilt, obwohl das Wort Hölle in den Originalschriften der Bibel gar nicht vorkommt (siehe Konkordantes Neues Testament).

Die Allversöhnung hingegen schon, wie wir zum Beispiel in Kolosser 1,20 sehen können. Trotzdem wird sie von vielen Christen geleugnet und als Wunschdenken abgetan. Ich habe im Internet neun Gegenargumente gegen die Allversöhnung gefunden:

1. „Wenn alle gerettet werden, wozu glaube ich dann überhaupt?“

Glaubst du nur, um gerettet zu werden? Das ist Heuchelei. Der Antrieb sollte dein eigener Wille sein und nicht, um irgendeine Belohnung dafür zu bekommen. Glaube ist keine Eigenleistung, die wir erbringen müssen, damit Jesus am Kreuz wirken kann. Wenn wir, in welcher Form auch immer, etwas leisten müssten, wozu hat sich dann Jesus Christus geopfert? Er hat sich geopfert, weil er genau weiß, woher unsere schlechten Ursprünge kommen, und er will sie heilen, damit wir Gerechtigkeit durch unvergängliches Leben erlangen. Wenn wir durch den Glauben etwas verdienen, sind wir nicht mehr auf die Gnade Gottes angewiesen, das wäre nichts anderes als Selbstgerechtigkeit. Mit dieser Aussage verleugnest du die Beziehung, die Gott zu dir sucht. Er hat sich aber in Christus längst für dich entschieden. Er will, dass du seine Gnade in Wahrheit erkennst (Kol 1,6).

2. „Wenn alle ohnehin gerettet werden, wozu dann noch Mission?“

Warum sollten wir unseren Mitmenschen nicht mit der Frohen Botschaft neue Kraft geben? Sollte das nicht der Antrieb sein, statt eine Drohbotschaft, die wieder Angst säht und damit keine gesunde Beziehung zu Gott fördert? Der Apostel Paulus hat uns den einzigen Grund genannt, aus welchem Antrieb wir die Frohe Botschaft verkünden sollen: „Die Liebe des Christus drängt uns …“ , heißt es in 2.Korinther 5,14-21. Unser Herz soll vor Freude überfließen, wenn wir das Evangelium verkünden. Wenn wir einen todkranken Freund hätten und plötzlich ein Heilmittel entdeckten, würden wir ihm doch auch ohne Zögern und mit überfließender Freude davon erzählen. Warum nicht auch beim Evangelium?

3. „Wenn alle gerettet werden, dann ist es ja egal, was ich mache.“

Hast du noch nie gesündigt und am eigenen Leib erfahren, wie die Sünde dich zu Grunde gerichtet hat? Genau dafür findet das Gericht vor dem großen weißen Thron statt (Röm 3,8). Wir sollen in die richtige Richtung gelenkt werden. Und für alle, die sich darunter einen Kuschelakt vorstellen, glaubt mir, das wird schwerer sein, als jemanden einfach in die Hölle zu werfen. Sowohl für Gott als auch für den Menschen. Es ist die Gnade Gottes, die uns erzieht (Tit 2,11-12). Und jeder wird sich vor dem weißen Thron neu ausrichten lassen müssen, denn jeder hat seine Laster zu tragen, egal ob gläubig oder ungläubig. Es ist also nicht egal, was wir tun, je früher wir zu Erkenntnissen kommen, desto besser.

4. „Wenn alle ohnehin gerettet werden, dann braucht es ja Jesus Christus nicht mehr!“

Nein, wenn der Glaube ein Werk wäre oder wenn ich nur durch Eigenleistung in das Reich Gottes eintreten dürfte, dann bräuchte es Jesus Christus nicht mehr. Die Allaussöhnung hat auch nichts mit Universalismus zu tun (ein Glaube, der besagt, dass die Welt in Harmonie endet – aber ohne die Rettung am Kreuz von Jesus Christus). Der Apostel Paulus lehrt, dass Gott durch das Blut des Kreuzes Frieden macht und die Welt mit sich versöhnt (Kol 1,20). Keine andere Lehre stellt Jesus Christus so sehr in den Mittelpunkt wie die Allaussöhnung.

5. „Natürlich hoffe ich, dass Gott einmal alle rettet, aber so richtig kann man das nicht wissen“

Antwort: Nein, man kann es nicht wissen, man kann nur darauf vertrauen, was die Bibel klar aussagt:

  • Alle Knie wird sich beugen und jede Zunge wird bekennen, dass Christus der Herr ist (Phil 2,9-11)
  • Sowie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht (1.Kor 15,22)
  • Demnach nun, wie es durch die eine Kränkung für alle Menschen zur Verurteilung kam, so kommt es auch durch den einen Rechtsspruch für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. (Röm 5,18)
  • Gott ist der Retter aller Menschen, insbesondere der Gläubigen (1.Tim 4,9-11)
  • Gott wird alles mit Sich selbst aussöhnen durch das Blut des Kreuzes (Kol 1,20)
  • Leben und Unvergänglichkeit treten dann ans Licht (2Tim 1,10) und die Vollendung der Lebendigmachung aller (1.Kor 15,22-24)

Es ist immer wichtig, selbst zu prüfen, was in der Bibel steht, anstatt irgendwelche Lehren von anderen nachzuplappern. Wenn wir sie nüchtern lesen, können wir auch ihre befreiende Botschaft erkennen.

6. „Natürlich hoffe ich, dass Gott einmal alle rettet, aber ich verhalte mich, als tut er das nicht.“

Du machst dich unglaubwürdig. Du kannst nicht auf das eine hoffen und dann das Gegenteil leben. Frage dich, was deine Hoffnung ins Wanken bringt. Sind es andere Bibelstellen? Lies sie im Kontext und erkenne, was gemeint ist. Geht es um den Aufbau des messianischen Reiches oder um die Gerichte, die über die Erde verhängt werden? Das kann einen wirklich schlucken lassen, hat aber nichts mit der Rettung aller Menschen zu tun. Die kommt erst nach dem messianischen Reich. Wenn man die Bibel in ihrem Kontext liest, steht sie nicht im Widerspruch zur Allversöhnung.

7. „Ich glaube, dass Gott alle Menschen rettet, aber ich rede nicht darüber, weil das die Menschen schockiert.“

Ach, und die Lehre von Himmel und Hölle nicht? Als ich davon hörte, war ich wirklich schockiert und lebte in Angst. Ich würde eher sagen, die Himmel und Hölle Lehre macht die Allversöhnung unglaubwürdig, weil wir selbst oft zu stolz und unversöhnlich sind. Weil wir selbst so handeln, wie die Himmel-und-Hölle-Lehre es uns vorgibt, erscheint sie uns realer. Die Allaussöhnung ist keine Geheimlehre, die wir den Menschen vorenthalten sollten. Der Apostel Paulus hat sie in jeder Gemeinde gelehrt.Hier ein Auszug aus dem Kolosserbrief: „und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.“ (Kol 1,20).  Und an seinen Mitarbeiter Timotheus schreibt er: „Glaubwürdig ist das Wort und jeden Willkommens wert (denn dazu mühen wir uns und werden geschmäht), dass wir uns auf den lebendigen Gott verlassen, welcher der Retter aller Menschen ist, vor allem der Gläubigen. Dieses weise an und lehre“ (1.Tim 4,9-11).

8. „Ich glaube, dass Gott alle Menschen rettet, aber darüber zu reden riskiert meinen Job.“

Ja, das ist eine heikle Situation, denn wir alle müssen unseren Lebensunterhalt verdienen, manche haben sogar eine Familie zu ernähren. Aber ist eine Institution, die solche Erpressermethoden anwendet, ein guter Arbeitgeber? Für die richtige Sache einzustehen, wird immer belohnt werden, ich wünsche dir, dass du den Mut findest, für dein Glauben einzutreten. Es wird dich so viel freier machen und wenn es dich deinen Job kostet, wird ein anderer kommen, in dem du glücklich sein wirst. Bist du wirklich glücklich in diesem Job, der deine Meinung so radikal unterdrückt?

9. „Ich glaube, dass Gott alle Menschen rettet, aber man soll der Friede zuliebe nicht darüber reden.“

Ich denke, das hängt von der Situation ab. Bei manchen Vertretern der Himmel-und-Hölle-Lehrer bringt es nichts, die Allversöhnung zu erwähnen, weil sie ihre Meinung mit Brachialgewalt durchsetzen und alles andere im Keim ersticken werden. Trotzdem ist  niemandem damit geholfen, wenn wir die Allaussöhnung totschweigen. Vielleicht ist es ein guter Weg, in Ruhe mit bestimmten Personen zu sprechen, die offen für andere Meinungen sind. Um das herauszufinden, sollte man sich langsam herantasten und nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Auch wenn die Person nicht sofort überzeugt ist, hat sie zumindest einen Hoffnungsschimmer im Hinterkopf und macht sich vielleicht selbst auf die Suche. Menschenfurcht schenkt keine Freiheit, Gottesfurcht schon. Wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt hat, bekommt das Wort eine andere Bedeutung. Man fürchtet sich nicht vor ihm, weil er einen bestrafen könnte, sondern man fürchtet sich vor ihm, weil er so viel Gnade und Gerechtigkeit walten lässt.

Many people believe, that God divides people into heaven and hell, although the word hell doesn’t even exist in the original scriptures of the Bible (see Concordant New Testament).

The all reconciliation, on the other hand, does, as we can see, for example, in Colossians 1:20. Nevertheless, it is denied by many Christians and dismissed as wishful thinking. I found nine counter-arguments against the all-reconciliation on the Internet:

1. „If everyone is saved, what do I believe for anyway?“

Do you believe just to be saved? That is hypocrisy. The motivation should be your own will and not to get any reward for it. Faith isn’t something we have to do on our own in making, that Jesus can work on the cross. If we had to perform, in whatever form, what did Jesus Christ sacrifice himself for? He sacrificed himself, because he knows exactly, where our bad roots come from, and he wants to heal them, so that we can obtain righteousness through imperishable life. If we earn something through faith, we are no longer dependent on God’s grace, that would be nothing more than self-righteousness. With this statement, you deny the relationship, that God is searching for with you. But he has long since decided for you in Christ. He wants you to know his grace in truth (Col 1,6).

2. „If everyone will be saved anyway, why do we need the mission?“

Why shouldn’t we give new strength to our fellow people with the Good News? Shouldn’t that be the motivation instead of a threatening message, that again sows fear and thus doesn’t support a healthy relationship with God? The apostle Paul has given us the only reason for, which we should preach the Good News: „The love of the Christ urges us …“ , it says in 2 Corinthians 5:14-21. Our hearts should overflow with joy when we preach the Gospel. If we had a deathly ill friend and suddenly discovered a healing remedy, we would tell him about it without hesitation and with overflowing joy. Why not do the same with the gospel?

3. „If everyone is saved, then it doesn’t matter what I do.“

Have you never sinned and experienced in your own body, how sin has wrecked you? That is exactly why the judgment takes place before the great white throne (Rom 3:8). We are to be steered in the right direction. And for all of you, who imagine this to be an act of cuddling, believe me, it will be harder, than simply throwing someone into hell. Both for God and for the human being. It is the grace of God that raises us up (Titus 2:11-12). And everyone will have to be realigned before the white throne, because everyone has their vices to bear, whether believer or unbeliever. So it does matter what we do, the sooner we come to knowledge the better.

4. „After all, if everyone is saved anyway, then there is no need for Jesus Christ!“

No, if faith were a work or if I were allowed to enter the kingdom of God only by my own efforts, then there would be no need for Jesus Christ. The all reconciliation also has nothing to do with universalism (a belief, that says the world will end in harmony – but without the salvation at the cross of Jesus Christ). The apostle Paul teaches, that God makes peace and reconciles the world to himself through the blood of the cross (Col 1:20). No other teaching puts Jesus Christ at the center as much as the all reconciliation.

5. „Of course I hope that God will save everyone one day, but you can’t really know it“

No, you can’t know it, you can only trust what the Bible clearly says:

  • Death is dismissed as the last enemy. This also includes the second „death“. (1Cor 15,26). Afterwards, life and incorruption are brought to light through the gospel of grace (2Tim 1,10).
  • Jesus Christ will surrender the kingdom to his God and Father (1Cor 15:24)
  • Every knee shall bow and every tongue confess that Christ is Lord (Phil 2:9-11)
  • As in Adam all die, so in Christ all will be made alive (1Cor 15:22)
  • So then, as by one reproach there came to condemnation for all men, even so by one judgment there comes to justification of life for all men. (Rom 5:18)
  • God is the Saviour of all men, especially of believers (1Tim 4:9-11)
  • God will reconcile all things to Himself through the blood of the cross (Col 1:20)
  • Life and incorruption then come to light (2Tim 1:10) and the consummation of the making alive of all (1Cor 15:22-24).
  • Everything has come to Christ and Christ hands over the kingship to his God and Father (1Cor 15:24)
  • God becomes all in all (1Cor 15:28).

It is always important to check for ourselves, what the Bible says, rather than copying any teachings from others. If we read it soberly, we can also recognize its liberating message.

6. „Of course I hope God saves everyone one day, but I act like He doesn’t.“

You’re making yourself untrustworthy. You can’t hope for one thing and then live the opposite. Ask yourself what makes your hope waver. Is it other scriptures? Read them in context and see what is meant. Is it about the building of the messianic kingdom or about the judgments, that will be passed on the earth? This can really make you swallow, but it has nothing to do with the salvation of all people. That comes only after the messianic kingdom. If you read the Bible in its context, it doesn’t contradict the all-reconciliation.

7. „I believe that God saves all people, but I don’t talk about it because it shocks people.“

Oh, and the teaching of heaven and hell doesn’t? When I heard about it, I was really shocked and lived in fear. I would rather say the heaven and hell teaching makes the all-reconciliation untrustworthy, because we ourselves are often too proud and unforgiving. Because we ourselves act as the heaven and hell teaching tells us to, it seems more real to us. The All-reconciliation isn’t a secret doctrine, that we should withhold from people. The apostle Paul taught it in every church. Here is an passage from Colossians: „and through Him to reconcile all things to Him, whether on earth or in heaven, making peace through His blood on the cross. (Col 1:20). And to his co-worker Timothy he writes: „Trustworthy is the word, and worthy of every welcome (for to this we labor and are reviled), that we rely on the living God, who is the Savior of all men, especially of those who believe. This instruct and teach“ (1 Tim. 4:9-11).

8. „I believe God saves all people, but talking about it risks my job.“

Yes, this is a sensitive situation, because we all have to earn a living, some even have a family to support. But is an institution, that uses such blackmail methods, a good employer? Standing up for the right thing will always be rewarded, I wish you find the strength to stand up for your beliefs. It will make you so much freer and if it costs you your job, another will come, where you will be happy. Are you really happy in this job that so radically suppresses your opinion?

9. „I believe that God saves all people, but you shouldn’t talk about it for the sake of keeping the peace.“

I think it depends on the situation. With some representatives of the heaven-and-hell teachers, it doesn’t do any good to mention the All-reconciliation, because they will impose their opinion with brutal power and won´t hear other opinions. Nevertheless, no one is helped, if we keep the All-reconciliation quiet. Perhaps a good way is to talk quietly with certain people, who are open to other opinions. In order to find out, one should approach slowly and not to go like a bull at a gate Even if the person isn’t convinced right away, at least they have a glimmer of hope in the back of their mind and may start looking for themselves. Fear of man doesn’t give freedom, fear of God does. When one has seriously considered it, the word takes on a different meaning. You don’t fear him, because he might punish you, but you fear him, because he has so much grace and justice.

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